Die organisierte Volksfront – Die JN im Kampf um den
vorpolitischen Raum
Michael Schäfer & Matthias Gärtner
Die zu Beginn des Jahres entstandenen Probleme zwischen Freien Kräften und
NPD waren abzusehen. Die Begriffe mit denen dann umher geworfen wurde,
entbehrten dem aufmerksamen Beobachter dann doch eine gewisse Komik. Da
schwadronieren einige über revolutionäre, radikale, liberale, bürgerliche und
reaktionäre Flügel und verkennen zugleich viel zu sehr, dass die politische
Agitation beider Seiten, also Freie einerseits und Partei andererseits, auf
völlig unterschiedlichen Schlachtfeldern verläuft und auch in Zukunft
verlaufen wird. Wer dann mit Inhalten versucht zu argumentieren, verkennt
ganz einfach den Gegenstand, um den es sich in Zukunft zu drehen hat. Viel
schlimmer ist eigentlich noch, dass der wahre Hintergrund solcher
Schlammschlachten in persönlichen Motiven zu suchen ist. Ein totaler
Widerspruch zum politischen Soldatentum!
Während noch vor einigen
Jahren die NPD versuchte als Sammelbecken aller politisch nationalistischen
Strömungen zu agieren, um somit zugleich an politischer Schlagkraft zu
gewinnen und unser Lager damit auf einen einheitlichen Kurs zu bringen, hat
sich die Situation heutzutage völlig gewandelt. Es darf nicht vernachlässigt
werden, dass die Partei mittlerweile in zahlreichen kommunalen Vertretungen
präsent ist und zudem in zwei Landtagen sitzt. Warum ist die Situation jetzt
völlig verschieden? Ganz einfach: Die Aufmerksamkeit seitens unserer Feinde
und Freunde am Nationalen Widerstande ist enorm gewachsen. Einerseits
gewinnen wir mittlerweile Sympathisanten aus völlig neuen gesellschaftlichen
Bereichen, andererseits versucht das System die „Daumenschrauben“
enger zu ziehen.
Ein Blick in die Geschichte unserer Bewegung nach dem Ende des Zweiten
Weltkriegs hat für alle nationalistischen Parteien im Allgemeinen folgende
grundlegende Ausrichtung zu Tage treten lassen: Der parlamentarische Arm der
Bewegung muss nach innen und nach außen per Gesetz „demokratisch“
organisiert sein. Das ist eine Schwäche, gar keine Frage. Es öffnet nämlich
Tür und Tor für interne Differenzen in Form von Kungeleien sowie Intrigen und
fördert in der Regel, dass heisst auch nicht immer, nur das Mittelmaß in die
entsprechenden Parteivertretungen, so wie das im parlamentarischen System
überhaupt der Fall ist. Würde man versuchen das zu ändern, wäre es nur eine
Frage der Zeit bis jene entsprechende Partei verboten wäre. Und hätten wir
keine parlamentarische Vertretung, so würde die Aufmerksamkeit der
politischen Alternative in Form eines modernen Nationalismus gegen Null
tendieren. Ein Teufelskreis könnte man meinen, wenn man nicht besonnen eine
Doppelstrategie Anwendung finden lassen würde. Die NPD entwickelt sich durch
die parlamentarischen Vertretungen mehr und mehr zu einer
politisch-professionell agierenden Organisation im Nationalen Widerstand. Das
muss sie auch, um den ihr zugeteilten Auftrag, nämlich in die „Mitte
des Volkes“ zu gelangen, erfüllen zu können. Denn: Wir wollen an die
Macht!
Auf der anderen Seite muss aber auch festgehalten werden, dass dadurch ein
Raum verlassen wird, der ebenfalls maßgeblich durch eine strategische
Agitation erhöhte Aufmerksamkeit entfaltet. Dieser Bereich ist der sogenannte
„vorpolitische Raum“. Alle Aktivitäten die im Regelfall durch
Freie Strukturen, mittlerweile in einigen Regionen durch die JN, getragen
werden, haben einen entscheidenden Einfluß auf die politische Ausrichtung
junger Deutscher, als auch auf unsere eigene Bewegung. Demonstrationen,
Mahnwachen, kontrollierter spontaner Aktionismus und Freizeitgestaltung
vermitteln Gemeinschaft nach innen und erhalten durch die Artikulation nach
außen einen politischen Sinn, also einen notwendigen Auftrag. Beide
politischen Gebiete, also vorpolitischer Raum und parlamentarische
Vertretung, sind aufeinander angewiesen. Dies war auch schon die Einsicht zur
Entwicklung einer Volksfront von Rechts. Wo liegen nun also die anscheinend
plötzlich auftauchenden Probleme?
Die Konzeption „Freier Kräfte“ hat sich nicht weiter entwickelt.
Aus der Not geboren, zur Erhaltung politischer Strukturen, konnten über Jahre
hinweg vorpolitische Aktionsfelder erobert und auch gehalten werden. Neue
Ideen, neue Taktiken und die Steigerung der nach außen wirkenden
Attraktivität sind mit diesem Entwicklungsprozess einher gegangen. Auch der
Abschluss eines „Volksfront-Paktes“ ist die logische und richtige
Konsequenz in diesem Wirken. Aber eine ganz fundamentale Sache wurde nie
angegangen. Nämlich den vorpolitischen Teil in der Volksfront zu
strukturieren und zu organisieren. Sicherlich gibt es eine Organisation wie
die Partei, die aber wie schon erwähnt, erstens organisatorisch eigentlich
nicht unserer Art entspricht und zweitens auch einen etwas anderen
inhaltlichen Auftrag besitzt. Sie muss sich mit tagespolitischen Problemen
und Stellungnahmen befassen, auch zu Themen, die nicht im besonderen
„nationalen Interessen“ liegen. Dafür ist sie letztlich eine
Partei, also der Nationalismus im politisch-parlamentarischen Tagesgeschäft.
Was ist also die Schlußfolgerung aus diesen Erkenntnissen? Der politische
Raum außerhalb des Parlaments braucht eine strukturierte Kampfformation, denn
das Parlament ist uns nicht genug und darf es auch nie werden! Da stoßen
Leute zur Bewegung, die nach einem halben Jahr wieder verschwunden sind,
vielleicht sogar mediale Aufmerksamkeit durch ein inszeniertes
„Aussteigerprogramm“ erhalten. Was wir brauchen ist ein
durchdachtes nationalistischen „Einsteigerprogramm“ - Das wird
die JN sein!
Sehen wir uns einige Demonstrationen der „Ultra-Rechten“ doch
einmal an. Da haben wir in einem überwiegenden Anteil entweder den Bodensatz
gescheiterter Existenzen oder Vertreter von Trachtenvereinen, die sich anscheinend
verlaufen haben. So ist jedenfalls keine positive Außenwirkung zu erzielen.
Was uns damit verloren geht sind die fähigen, tapferen und volkstreuen
Deutschen, die auf einen politischen und gesellschaftlichen Wandel hoffen. Es
gibt faktisch keine ordentliche Struktur im vorpolitischen Raum, die aber
notwendig ist, wenn die politische Schlagkraft auch eine entsprechende
Wirkung haben soll. Wie ist es sonst möglich, die Fähigkeiten und
Fertigkeiten eines einzelnen Aktivisten zu erkennen und im Dienste unseres
politischen Auftrags nutzbar zu machen? Jede daher gelaufene Zusammenrottung
von Freizeit- und Wochenend-Kameradschaften gibt sich einen Namen und fährt
von nun an unter der Fahne „Freie Nationalisten“. An den
Organisationsgrad der ursprünglich mit dem Konzept „Freie
Kameradschaft“ entstandenen Gruppierungen kommen diese neueren
Entwicklungen gar nicht erst heran.
Und selbst wenn, so würde immer noch eine landesweite Instanz fehlen, die
besonders dann Wirkung entfaltet, wenn es an die Koordination von
zentralisierten oder zeitgleich verlaufenden dezentralen Aktionen geht. Ein
einheitliches Erscheinungsbild und ein identischer Grad politischen,
weltanschaulichen und juristischen Wissens können viele Mitkämpfer in der
Bewegung nicht vorweisen, ebenso wie ein Grundmaß an Disziplin im politischen
Dienst. Und da wundern sich dann einige, dass wir uns im Kampf um die Straße
nicht konsequent genug durchsetzen, auch wenn weit über eintausend Aktivisten
angetreten sind? Was fehlt ist Struktur und Hierarchie in diesem mittlerweile
ermüdenden Ringen. Dieses ist absolut notwendig, wenn wir die Herrschaft vom
antifaschistischen Gossentum zusammen mit Alis BRD auf den historischen
Scheiterhaufen verfrachten wollen. Diese Typen wissen nämlich ganz genau, wie
sie ihre unterschiedlichen Wirkungsspektren nutzenbringend einsetzen. Die
älteren Kader haben hier ganz einfach die Zeit zur Schaffung einer gebotenen
Weiterentwicklung verschlafen. Aber anscheinend nicht nur das. An Stelle
wenigstens jetzt die Notwendigkeit zu erkennen, dass Handlungsbedarf an
diesem Punkte dringend besteht, kündigt Kamerad Wulff schlicht die
Volksfront. Wie der politische Kampf und damit verbunden die Zukunft
Deutschlands jetzt weitergehen soll, bleibt anscheinend sein Geheimnis. Wir
sagen - Deutschland ist zu wichtig, als das es auf dem Altar persönlicher
Befindlichkeiten zu opfern ist.
Wir müssen also erkennen, dass erstens eine regions- und landesübergreifende
Formation vorhanden sein muss, in denen Wissen, Brauchtum, Aktionismus und
politische Nachhaltigkeitsstrategien zum Fundament werden. Ziel ist die
Eroberung des vorpolitischen Raums, ja die Professionalisierung des
Bestehenden in dessen Wirkungsrahmen. Erkannt werden muss auch zweitens, dass
die NPD zwar nicht in ihrer Struktur und ihrem besonderen politischen Wirken
den Rahmen des gesamten vorpolitischen Raums zu decken vermag, aber dafür
weitaus schwieriger zu verbieten ist, als ein Verein bzw. eine Kameradschaft.
Und drittens muss zur Kenntnis genommen werden, dass das parlamentarische Tagesgeschäft
als politisches Gebiet einerseits und der vorpolitische Raum andererseits,
aufeinander angewiesen sind. Das bedeutet auch, dass gegenseitige
Einflußnahmen stattzufinden haben, damit auf breiter Front der deutsche
Nationalismus überhaupt in die Lage versetzt wird, um anzugreifen!
Wir geben die Antworten auf diese strategischen Sachlagen. Die JN ist eine
Parteiorganisation, die also nur dann verboten werden kann, wenn die Partei
verboten wird. Auch aus diesem Grund haben wir zweierlei Vorteile: Unabhängigkeit
und Zugang. Die NPD kann und sollte auf das Wirken der JN relativ wenig
Einfluß nehmen, wenn sie es ernst meint mit ihrem Jugendverband. Außerdem
lassen sich die Kameraden, die die JN derzeit als Kampforganisation sehen,
sicher nicht am Gängelband führen. Sollte es uns zudem gelingen, den
vorpolitischen Bereich zu erobern, dann sind jedoch die NPD-Verbände auf eine
schlagkräftige JN angewiesen. Eine JN, deren eigenständiges Profil darin
besteht, ihren Aktivisten und politischen Soldaten ein Grundwissen zu
vermitteln, Kader auf völlig unterschiedlichen Gebieten heranzubilden und
durch eine innere Ordnung das Zusammenwirken divergierender vorpolitischer
Kräfte in einer bisher noch nicht da gewesenen Synthese hergestellt zu haben.
Das macht die JN noch lange nicht zu einer NPD. Hier haben die JN-Führer
allerdings die hohe Verantwortung, einen eigenständigen politischen Bereich
zu bewirtschaften. Das ist der Auftrag!
In dieser Hinsicht werden wir zusätzlich einen Unterstützungszirkel in Form
von Fördermitgliedschaften etablieren, der es ermöglichen wird, außerhalb
aktivistischer Strukturen die vorpolitische Arbeit auf jeweils separaten
Feldern zu perfektionieren. Weiterhin soll auch gewährleistet werden, dass
die Türen für Förderer geöffnet werden, die an einer aktiven Arbeit keine
Teilhaben besitzen können. Und so gilt es die Volksfront zu organisieren und
politisch handlungsfähig zu machen.
Die Parole lautet von nun an: Weg von der „Jugendorganisation“,
weg vom Bild der „Junior-NPD“ und hin zur Kampfgemeinschaft im
vorpolitischen Raum, hin zur bundesweiten Formation politischer Soldaten!
Heil
Deutschland.
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